Almetalbahn-Initiative mit Infostand auf dem Bürener Stadtfest

23.05.2022

Die Initiative Almetalbahn ist am Sonntag, 29. Mai 2022 ganztägig auf dem Stadtfest “Büren on wheels” vertreten. Wer sich über die Aktivitäten der Initiative informieren möchte oder konkrete Fragen zum Projekt Almetalbahn-Reaktivierung hat, sollte dem Stand auf der “Aktionsfläche B” an der Fürstenberger Straße einen Besuch abstatten.

Almetalbahn Thema im NRW-Landtagswahlkampf

15.05.2022

Vorträge, Termine und Gespräche mit Beteiligung der Initiative Almetalbahn

Wenn am heutigen Abend die Wahllokale schließen, wird das Thema Reaktivierung Almetalbahn einen Anteil im Wahlkampf etlicher Kandidatinnen und Kandidaten der Kreise Paderborn und Hochsauerland haben. Die Mitglieder der Initiative Almetalbahn nutzten in den letzten Wochen viele Gelegenheiten, um mit den Parteien über die Reaktivierung in den Dialog zu treten. So gab es Vorträge bei Veranstaltungen, Besuche an Wahlkampfständen oder einen direkten Austausch mit den Kandidierenden vor Ort.

Fotos der Zusammenstellung: ska, rwe und lwe

“Die Infrastruktur gehört der Region”

17.03.2022

Almetalbahn-Initiative unterstreicht in Salzkotten-Niederntudorf Notwendigkeit für den Klimaschutz

Die vor wenigen Tagen veröffentlichten Szenarien des Weltklimarates sind erschütternd. Von „verheerenden Folgen” ist die Rede, deutsche Klimaforscher weisen konkret auf das krasse Missverhältnis zwischen dem Wissen über die Klimakrise und den tatsächlich getroffenen Gegenmaßnahmen hin. Nunmehr ist es ein erklärtes Klimaschutzziel der Bundesregierung, weitaus mehr Fahrgäste auf die Eisenbahn zu verlagern, die Fahrgastzahlen bis 2030 gar zu verdoppeln. Regional betrachtet wird daher die Reaktivierung der Almetalbahn zwischen Brilon und Paderborn eine wirksame Maßnahme zugunsten des Klimaschutzes sein.

Die Ende 2021 gegründete Bürgerinitiative „Zügig ans Netz” zeigte sich jüngst in Niederntudorf, um öffentlich an die verabschiedeten Resolutionen in den Räten der Anrainerkommunen Brilon, Büren, Salzkotten und Borchen vor zweieinhalb Jahren zu erinnern. Mittlerweile läuft die Machbarkeitsstudie zur Bewertung einer ersten Kosten-Nutzen-Analyse. Der Besuch am früheren Bahnübergang in Niederntudorf war nicht zufällig gewählt. Obschon der aktive Betrieb derzeit ruht, ist der für den Bahnverkehr gewidmete Verkehrsweg nach Einschätzung der Bürgerinitiative noch mehr als deutlich erkennbar. Die Aufnahmen für die Schranken sind ebenso noch vorhanden wie die verhüllten Blinklichter, das Ankündigungssignal für den Lokführer oder das Schalthäuschen für die Technik. Die Verkehrssicherung übernimmt der Kreis Paderborn als Eigentümer. „Die Infrastruktur bis Büren gehört der Region und das ist auch gut so”, so die BI-Almetalbahn im Hinblick auf eine mögliche Wiederaufnahme des Verkehrs. Derzeit haben die jahrzehntealten Bahnutensilien, die im Falle einer Reaktivierung ersetzt werden, eine eher prägende Aufgabe. Sie sollen den Verkehrsweg erkennbar im Bewusstsein der Menschen halten.

Man mag es kaum glauben, aber im Salzkottener Ortsteil Niederntudorf ist mit einem Bahnsteig-Neubau aus dem Jahr 2002 sogar eine recht zeitgemäße Ausstattung vorhanden. So verfügt die von der Natur mittlerweile zurückeroberte Plattform über hell/dunkel-Kontraste für Menschen mit Sehbehinderungen und auch über eine direkte Anbindung an den Busverkehr. Lediglich ein wackeliger Lattenzaun versperrt den Zugang zu den verwaisten Betonelementen, an denen einst Waggons der Dampfsonderzüge hielten. Bis Mitte der 2000er-Jahre eine jährliche Sommer-Attraktion im Almetal. „Wenn wir es nicht schaffen, diese gewidmete Bahntrasse wieder in Verkehr zu bringen, brauchen wir uns über viele andere Klimaschutzprojekte erst gar nicht mehr unterhalten”. Eingearbeitet ist die Almetalbahn samt Fahrzeiten bereits im Entwurf der Zielnetz-Konzeption NRW 2040. Natürlich mit dem Hinweis auf die derzeit laufende Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse Ende 2022 erwartet werden. Sind diese positiv, gehen die Planungen weiter.

„Ein Regionalbus fährt maximal bis in den Nachbarkreis” so die Initiative im Hinblick auf das weit gesteckte Ziel der Bundesregierung, die Reisendenzahlen in wenigen Jahren verdoppeln zu wollen. „Die Bahn gehört ins Almetal, um Regionen zu verbinden und diese damit zu stärken”. Die Netzwirkung wird sich mit einer Eisenbahnverbindung für das Almetal voll entfalten, da ist sich die Bürgerinitiative sicher. So gäbe es beispielsweise durchgehende Züge von Tudorf nach Marburg oder Dortmund. Je nachdem, welche heute in Brilon endende Linie nach Paderborn verlängert würde. Über die Anschlüsse an den Knotenpunkten wird eine Bahn den Bussen deutlich überlegen sein, vor allem mit zunehmender Umsetzung des Deutschlandtaktes und der geplanten S-Bahn OWL. Bis es soweit ist, muss die teils gleislose Bahnstrecke als Verkehrsweg erkennbar bleiben. Die derzeit gut 60 Mitglieder der „Zügig ans Netz”-Initiative werden darauf achten, dass nicht noch mehr bahnspezifische Dinge an der Strecke sang- und klanglos verschwinden. Eine aktualisierte Bestandsaufnahme wurde von der Initiative bereits durchgeführt.

Zum Foto: Der gewidmete Trasse ist für die Initiative Almetalbahn als Verkehrsweg in Salzkotten-Niederntudorf noch deutlich erkennbar (Bildquelle: dnö).

Zum Zwischenstand der laufenden Machbarkeitsstudie

24.02.2022

Szenarien, wie Verkehre auf der Almetalbahn aussehen könnten

Kennen Sie schon den Zwischenstand zur aktuell laufenden Machbarkeitsstudie Almetalbahn? Jedem, der sich intensiver mit dem Thema einer möglichen Reaktivierung der Bahn zwischen Brilon- Büren und Paderborn auseinandersetzen möchte, sei der erste Überblick des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) als zuständiger Aufgabenträger empfohlen.

Was bisher vorenthalten wird, ist ein konkreter Beispielfahrplan. Das Fahrplankonzept, welches der laufenden Machbarkeitsstudie und allen weiteren Planungen unterstellt wird, ist bisher leider nicht öffentlich. Informativ wäre ein Fahrplankonzept für die Menschen im Almetal allemal. Allein um zu zeigen, wie attraktiv eine Bahn ist und welche Verbindungen und Anschlüsse später damit überhaupt möglich wären.

Zum Zwischenstand der Machbarkeitsstudie (Mitteilungsvorlage und Verlinkung zur NWL-Beschlussvorlage 63-2019 Almetalbahn beachten)

Foto: Regionalbahnen aus Marburg oder Dortmund erreichen laufend den Bahnhof Brilon Stadt. Sie könnten auch weiter über Alme und Büren nach Paderborn fahren (Bildquelle rwe)

 

Keine Sorge vor umgeleiteten Nordsee-Containerzügen

06.02.2022

Umleitungen durchs Almetal wird es im Falle einer Reaktivierung nicht geben

Sicherlich klingt es etwas ungewöhnlich, wenn die vor wenigen Wochen gegründete Bürgerinitiative zur Reaktivierung der Almetalbahn Züge ausschließt. In aktuellen Fall hat Ausschluss aber einen Grund. Die Rede ist von umgeleiteten Containerzügen, die später einmal ähnlich wie im Rheintal Tag und Nacht an der Alme entlang donnern könnten. Diese wird es nach Angaben der Bürgerinitiative definitiv nicht geben. Die Initiative reagiert damit auf die Sorgen vor groß angelegten “Umleiterverkehren” nach einer möglichen Neuauflage der Eisenbahnstrecke zwischen Brilon und Paderborn.

Hierzu erklären die Initiatoren: „Es gibt Befürchtungen, die Stecke könne nach der Reaktivierung für die Umleitung langer Containerzüge zur Verfügung stehen. Also Züge, die irgendwo an der Nordsee ihre Fracht von den Schiffen übernehmen und durchs Almetal in die Region Frankfurt oder weiter nach Süddeutschland fahren. Das ist schon jetzt gänzlich auszuschließen.” Da sich diese Gerüchte schon längere Zeit hartnäckig halten, möchte die Initiative den Anrainern vor Ort ihre begründeten Ängste vorzeitig nehmen. „Sollte die Machbarkeitsstudie am Ende einen positiven Kosten-Nutzen-Faktor ergeben und damit einen volkwirtschaftlichen Nutzen belegen, sprechen wir bei allen weiteren Planungen über eine Ertüchtigung der Strecke für den Schienenpersonennahverkehr”, ergänzt der Briloner Günter Wiese, der sich für die Initiative engagiert. Konkret orientiere sich die zu ertüchtigende Infrastruktur an den Bedürfnissen des regionalen Schienenverkehrs mit vermutlich zwei- bis dreiteiligen batterieelektrisch angetrieben Triebzügen, was leiser sei als jede autoträchtige Kreisstraße. Wie Wiese weiter ausführt, gäbe es Planungen, bei der die heute von Marburg bis Brilon fahrenden Personenzüge im Stundentakt bis Paderborn verlängert werden. Angedacht ist eine weitere Linie, welche in Büren startet und über Paderborn hinaus weiter in die Region fährt. Die künftig baulich einzurichtenden Begegnungsstellen und Haltepunkte auf der eingleisigen Strecke richten sich laut Bürgerinitiative nach der Länge der dort verkehrenden Personenzüge. Überregionale Containerzüge mit langen Laufwegen, die viele hundert Meter lange Überhol- und Kreuzungsgleise benötigen, fallen damit aus. Hinzu kommt, dass die Kapazität auf einer eingleisigen, nichtelektrifizierten Strecke auch schnell erschöpft sei. Für den Nordteil der Strecke zwischen Büren und Paderborn ergibt sich je nach Planungsszenario tagsüber ein Halbstundentakt im Personenverkehr, der die Strecke auslastet. Noch dünner als im Almetal sind die Möglichkeiten im südlichen Teil zwischen Brilon Wald und Marburg. Einzelne Abschnitte lassen dort heute kaum mehr als einen Stundentakt im Personenverkehr zu.

Die Initiative gibt zu bedenken, dass die Gesamtstrecke Paderborn-Marburg/Lahn aufgrund ihrer Trassierung mit vielen Steigungen für den nationalen Güterverkehr zu allen Tages- und Nachtzeiten gänzlich ungeeignet wäre. “Vor Jahrzehnten war dieses mit viel Aufwand, Personal, Zeit und teils mehreren Loks vor einem Zug noch irgendwie möglich” so die Initiative. Zeiten, in denen Personenzüge nicht im Halbstundentakt, sondern mit stundenlangen Angebotspausen fuhren. Indes weist die Initiative darauf hin, dass der Güterverkehr im Rahmen der verkehrlichen Aufgabenstellung sehr wohl Berücksichtigung in der laufenden Machbarkeitsstudie findet. Hierbei handele es sich aber um einzelne Fahrtmöglichkeiten, Hauptaugenmerk ist der Quell- und Zielverkehr im Almetal. Überregionaler Umleitungsverkehr mit langen Containerzügen wäre im Almetal nach wie vor allenfalls auf einer Modelleisenbahnplatte zu sehen.

Zum Foto: Die Bahn bei Alme. Die Sorge vor umgeleiteten Containerzügen im Almetal ist unbegründet.

“Zügig ans Netz” – Bürgerinitiative Almetalbahn gegründet

28.12.2021

“Reaktivierungsvorhaben konstruktiv begleiten”

Zur Unterstützung der Reaktivierungsbemühungen auf der Almetalbahn ist eine Bürgerinitiative aktiv. Dirk Nölting aus Büren-Harth freut sich mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, dass die mögliche Bahnverbindung in der Region ein begleitend konstruktives Sprachrohr bekommt. „Wir werden mitdiskutieren, Positionen beziehen, vor Ort aber auch mögliche Besorgnisse ernst nehmen“. Zudem kündigte Nölting für die Bürgerinitiative einen fachlichen Austausch an, um Informationslücken entlang der Strecke zu schließen und Multiplikatoren für das Projekt zu begeistern.

Die Machbarkeitsstudie als Vorstudie für die späteren Detailplanungen ist derzeit auf dem Weg. Erst vor wenigen Tagen hat der Zweckverband Nahverkehr Westfalen (NWL) als zuständiger Aufgabenträger den Zwischenstand in den Kreisen Paderborn und Hochsauerland vorgestellt. „Die Almetalbahn ist ein Infrastrukturprojekt mit hoher überregionaler Bedeutung“, sagt Norbert Ellermannn aus Rheda-Wiedenbrück. Der Historiker ist beruflich oft in Wewelsburg aktiv und nutzt bisher den Bus. Für ihn ist die Reaktivierung und Vernetzung der brachliegenden Almetalbahn ein Lückenschluss im NRW-Bahnnetz. „Wer auf den Liniennetzplan schaut, erkennt eine klaffende Lücke, die zügig geschlossen werden muss“, macht Ellermann deutlich. Vor allem im Hinblick auf die ambitionierten Klimaschutzziele der neuen Bundesregierung und den Beschluss der Verkehrsministerkonferenz, bis zum Jahr 2030 die Anzahl der Fahrgäste bundesweit verdoppeln zu wollen. Damit die Almetalbahn ihren Teil einmal dazu beitragen kann, muss die Machbarkeitsstudie am Ende einen Wert über „1“ belegen. Damit wäre der volkswirtschaftliche Nutzen nachgewiesen und das Projekt förderfähig. Erst dann nehmen die weiteren Planungen Fahrt auf.

Es gibt verschiedene Szenarien: Hierzu zählt unter anderem, die heute in Brilon Stadt endende Regionalbahn aus Marburg stündlich bis Paderborn weiterzuführen. Hierdurch erhält die Region eine stündliche Verbindung in die Region Frankfurt. Zwischen Büren und Paderborn käme eine weitere Linie hinzu, um den nördlichen Streckenteil auf einen 30-Minuten-Takt zu verdichten. Möglicherweise eine Linie, die später einmal deutlich über Paderborn hinausführen könnte. Mit der Bahnrenaissance könnte das ganze Almetal bahntechnisch zu anderen Kommunen im Kreisgebiet aufschließen. Orte wie Altenbeken, Scharmede, Salzkotten oder Hövelhof, für die ein eigener Bahnhof eine Selbstverständlichkeit ist. Schließlich bringt der Bus allein niemanden nach Marburg oder Bielefeld.

Bis es soweit ist, wird die Bürgerinitiative gefragt sein. „Ein Reaktivierungsvorhaben ist kein Automatismus, die Region muss das Projekt voranbringen“, so Günter Wiese aus Brilon zum bevorstehenden Verfahren und fügt hinzu: „Jetzt sind wir am Zug“. Die jetzt neu gegründete Bürgerinitiative wird dem Projekt ein Gesicht geben und sich entsprechend dem eigenen Slogan „zügig ans Netz“ begeben.

Die Ansprechpartner Dirk Nölting (Büren), Rainer Wester (Salzkotten) und Günter Wiese (Brilon) koordinieren die Aktivitäten.

Sie sind zu erreichen unter der zentralen E-Mailadresse almetalbahn@dg-email.de

Foto: Auftaktbild der Initiative auf dem Bürener Marktplatz (Bildquelle rwe)

PRO BAHN sieht Verkehrskonzept für Reaktivierung positiv

Initiative Deutschlandtakt betont überregionale Bedeutung der Almetalbahn

Fahrgastverband PRO BAHN und Initiative Deutschlandtakt sehen das Verkehrskonzept für eine reaktivierte Almetalbahn positiv, das der Machbarkeitsstudie für die Reaktivierung zugrunde gelegt wird. Die ersten Details hierzu sind am 9. Dezember 2021 der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Nahverkehr Paderborn-Höxter vorgestellt worden.

Das vorgestellte Verkehrskonzept sieht grundsätzlich eine Verknüpfung der heute schon bestehenden Taktknoten im Paderborner Hauptbahnhof und im Bahnhof Brilon Wald vor. „Damit sind Rundum-Anschlüsse in alle Richtungen für die Fahrgäste gesichert“, erklärt Rainer Engel, der in NRW die Initiative Deutschlandtakt vertritt. „Mit einer Fahrzeit von Brilon bis Paderborn von einer Stunde ist es möglich, die reaktivierte Strecke nahtlos in den Deutschlandtakt einzupassen. Durch gute Anschlüsse wird die Strecke deutlich attraktiver. Mit allen Verbesserungen, die der Deutschlandtakt vorsieht, kann die Fahrzeit von Büren nach Berlin deutlich unter vier Stunden betragen.“

Fest steht schon, dass Züge durch das Almetal über Brilon Stadt hinaus fahren sollen. Näher untersucht wird eine Durchbindung bis Dortmund, mit dem die Westfalenmetropole in 2 Stunden ohne Umsteigen erreicht würde, oder nach Marburg, das nach zweieinhalb Stunden erreicht würde. „Alle Züge sollen stündlich fahren“, erläutert Engel. „Das ist eine völlig andere Qualität als der legendäre Heckeneilzug, der früher zur Mittagszeit durch das Almetal rollte und nur in Büren hielt. Vielleicht kann von Paderborn bis Büren auch halbstündlich gefahren werden, auch das wird untersucht. Es kommt darauf an, welche Variante die größere Nachfrage hat.“

„Die Anzahl der Zwischenhalte, die eingerichtet werden können, ist begrenzt“, erläutert Engel zum Taktfahrplan. „Aber jeder größere Ort bekommt eine Station. Diese muss nicht unbedingt dort sein, wo der Bahnsteig früher einmal war, sondern möglichst dort, wo der Bahnsteig leicht erreichbar ist. Busse werden auch nicht überflüssig. Hierfür ein Konzept aufzustellen, das Bahn und Bus geschickt vernetzt, ist eines der nächsten anspruchsvollen Schritte im Planungsprozess.“

Über Lärm müssen sich die Anwohner keine großen Sorgen machen. „Die Almetalbahn wird elektrisch fahren und leiser sein als jede Durchgangsstraße in den Ortschaften“, erklärt Engel. „Dieser Fortschritt wird in wenigen Jahren in ganz Ostwestfalen einziehen.“

Engel ist zuversichtlich, dass die Almetalbahn auch die Hürde der Wirtschaftlichkeit nimmt. „Ein entscheidender Faktor ist, dass die Region hinter dem Projekt steht und es mit konstruktiven Vorschlägen begleitet.

Dabei kommt es darauf an Baukosten zu senken und Fahrgastpotenziale zu benennen. Je höher der Nutzen und je geringer die Kosten kalkuliert werden können, umso wahrscheinlicher wird der Erfolg“, da ist sich der Bahnexperte sicher. „Die Wirkung dieses Lückenschlusses im Schienennetz wird weit über die Region hinaus strahlen.“

Zur Präsentation des Planungsstandes zur Almetalbahn.

Weitere Sitzungsunterlagen finden Sie hier.

Foto: Attraktive reaktivierte Station in Einbeck Mitte. Foto: Rainer Wester

Zwischenbericht Machbarkeitsstudie Thema in den Gremien

05.12.2021

Bereits am 29. November 2021 war der Zwischenstand der Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der Almetalbahn Thema im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Verkehr des Hochsauerlandkreises. Eine weitere öffentliche Vorstellung gibt es am Montag, 6. Dezember 2021 im SPNV-Ausschuss der Verbandsversammlung des Nahverkehrsverbundes Paderborn/Höxter (NPH). Los geht es um 16.00 Uhr in der Kulturwerkstatt Paderborn.

Weitere Vorstellungen des Zwischenstandes gibt es bei der NPH-Verbandsversammlung am 18. Dezember 2021 in Höxter (18.00 Uhr) und im Kreistag Paderborn am 20. Dezember 2021 (17.00 Uhr, Kreishaus Paderborn).

Zur Präsentation des Planungsstandes zur Almetalbahn.

Zu den öffentlichen Unterlagen geht es hier.

Für die neue CDU-Kreisvorsitzende ist die Reaktivierung ein bedeutendes Thema

05.12.2021

Seit einigen Wochen führt die 31-jährige Corinna Rotte aus Niederntudorf die 4.230 Mitglieder starke CDU im Kreis Paderborn. Einer Reaktivierung der Almetalbahn scheint sie nicht abgeneigt zu sein, zumindest lässt sich das aus einem ersten Interview mit ihr herauslesen, welches die Neue Westfälische am 27. November 2021 veröffentlichte. Auf die Frage nach möglichen Themen stand die Almetalbahn direkt mit unter den Antworten. Für Rotte ein bedeutendes Thema für den Kreis, sofern die “Machbarkeitsstudie positiv ausfällt”.

 

Bahnhof Ringelstein: Verknüpfungspunkt zum Bus fertig

Jetzt fehlt nur noch die Bahn

Seit einigen Monaten ist sie fertig, die neue Bushaltestelle nahe des Ringelsteiner Bahnhofs. Barrierefrei mit Unterstand und ausreichend Platz für Fahrgäste. „Eichenweg“ heißt die Haltestelle, die nur wenige Meter von der Almetalbahn und dem zukünftigen Bahnsteig entfernt liegt. Busseitig wäre der Verknüpfungspunkt geschaffen, nun fehlt nur noch die Bahn. Sollte es einmal soweit sein, wäre der Name „Ringelstein Bahnhof“ für die Haltestelle sicherlich passender.

Foto: Die neue Haltestelle „Eichenweg“. Im Hintergrund ist das ehemalige Stellwerk an der Almetalbahn zu erkennen, heute eine Ferienwohnung. (Bildquelle: rwe)